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Forschungsprojekt: "Das ernestinische Wittenberg: Universität und Stadt (1486-1547)" |
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Mit der Errichtung seiner Residenz und der 1502 erfolgten Gründung der Wittenberger Universität schuf Kurfürst Friedrich der Weise auch grundlegende Voraussetzungen für die Reformation. Bauten dieser Zeit, die erhaltenen wie die nurmehr durch Bilder, Schriftdokumente und archäologische Funde überlieferten, werden erstmals als eine vorrangige Quelle für die Veränderungen aufgefasst, die Wittenberg im Zuge der reformatorischen Umbrüche erlebte. Das zunächst auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt untersucht den Wandel, der zwischen etwa 1486, dem Jahr des Regierungsantritts Friedrichs des Weisen, und 1547, als die ernestinische Herrschaft endete, in Wittenberg eintrat. Neben den Fragen nach den Personen, die die Entwicklungen bestimmten, und den institutionellen Umgestaltungen steht die nach den Auswirkungen der Reformation auf die Stadtgestalt, das Stadtbild Wittenbergs im Mittelpunkt der Forschungen. Das zunächst auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt untersucht den Wandel, der zwischen etwa 1486, dem Jahr des Regierungsantritts Friedrichs des Weisen, und 1547, als die ernestinische Herrschaft endete, in Wittenberg eintrat. Neben den Fragen nach den Personen, die die Entwicklungen bestimmten, und den institutionellen Umgestaltungen steht die nach den Auswirkungen der Reformation auf die Stadtgestalt, das Stadtbild Wittenbergs im Mittelpunkt der Forschungen. Neue Grundlagen - Archivalien, archäologische, bauliche und kunsthistorische Quellen - sollen ermittelt und ausgewertet werden, um einen Überblick über die städtischen Verhältnisse und deren Wandel im Verlauf der ernestinischen Herrschaftsperiode zu gewinnen. Wie sieht die Stadt um das Jahr 1500 aus? Wie verändert sie sich bis ca. 1547? Welche Rolle spielt insbesondere die Universität in diesem Prozess? Ein Kreis renommierter Landes-, Kirchen- und Rechtshistoriker, Bau- und Kunsthistoriker, von Bauforschern und Archäologen hat sich für dieses auf drei Jahre angelegte Vorhaben zusammengefunden. Die wissenschaftliche Gesamtleitung liegt bei Professor Dr. iur. Heiner Lück, einem profunden Kenner der Universitäts- und Rechtsgeschichte Wittenbergs. Beteiligt sind außerdem Frau Professor Dr.-Ing. Dorothée Sack, verantwortlich für das Fachgebiet Historische Bauforschung und den Masterstudiengang Denkmalpflege an der TU Berlin und Professor Dr. Enno Bünz, Inhaber des Lehrstuhls für Sächsische Landesgeschichte an der Universität Leipzig. Seitens der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wirken neben Professor Dr. Lück Professor Dr. Hans-Georg Stephan, Inhaber des Lehrstuhls Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, und Professor Dr. Leonhard Helten, Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas, mit. Prof. Dr. Ernst-Joachim Waschke, Vorstandsvorsitzender der LEUCOREA, und deren Geschäftsführerin Christine Grabbe freuen sich sehr darüber, dass durch dieses Projekt Wittenberg als Ort der Forschung gestärkt wird. Die LEUCOREA trägt die Hälfte der Personalkosten und stellt die Arbeitsräume zur Verfügung. Die zweite Hälfte der Finanzen kommt vom Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt und wird durch die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verwaltet. Am 16.3.2009 haben an der LEUCOREA acht wissenschaftliche Mitarbeiter, die sich insgesamt vier Stellen teilen, ihre Arbeit aufgenommen. Die Forschungen zu den im 16. Jahrhundert durch die Reformation mitbestimmten städtischen Verhältnissen insgesamt, zur Stadtpfarrkirche, zum Schloss, zur Universität und ihren Gebäuden, zu Wohnhäusern von Professoren und Universitätsverwandten sind auch als Beitrag zum Reformationsjubiläum zu verstehen. Für die in diesem Zusammenhang allmählich anlaufenden Baustellen besitzt das Vorhaben eine erhebliche Relevanz. Es genießt deshalb die Unterstützung des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie. Mit der Stadtkirchengemeinde, der Stadt Wittenberg, der Stiftung Luthergedenkstätten und dem Evangelischen Predigerseminar und etlichen auswärtigen Institutionen wird eine enge Zusammenarbeit angestrebt. Stiftung LEUCOREA, Collegienstraße 62, 06886 Wittenberg Kontakt: Dr. Insa Christiane Hennen, Tel.: 03491-466 158 od. 432 991, christiane.hennen.hennen@leucorea.de |